Leserunde bei Lovelybooks!

Lange dachte ich für diesen Artikel über einen etwas poetischeren Titel nach, „Der Traum aller Geeks“ zum Beispiel oder „Wenn Lesen mir auf einmal Angst macht“ und auch meine einführenden Zeilen klangen sehr viel tragender und wichtiger in einem ersten Entwurf. Aber manchmal ist die Sache schlicht und einfach und darf auch so erzählt werden: Im Moment kann man sich bei Lovelybooks für eine Leserunde zu meinem Buch bewerben. Punkt.

Na ja, fast. Denn der halbe Spaß an diesem Blog – zumindest für mich – ist doch, dass ich versuche, ein bisschen mehr von mir zu zeigen als nur die harten Fakten und dabei vor allem gerne und lang auf meinen Ängsten und/oder Erkenntnissen des Alltags rumreite. Das werde ich auch gleich, aber zuerst kommt eine kurze Erklärung für die, die beim Wort Leserunde erstmal nur fragend die Stirn runzeln. Alle anderen können auch gern einen Absatz überspringen, ich weiß ja selbst am besten wie das ist mit der Aufmerksamkeitsspanne und so.

Was ist das und was soll das?

Leserunden funktionieren im Wesentlichen so: Man meldet sich bei der Plattform an bei der die Leserunde stattfindet (oder ist praktischerweise eh schon da), in diesem Fall also Lovelybooks. Dann bewirbt man sich um ein Buch, in diesem Fall meins. Eine bestimmte Anzahl von Leuten, in diesem Fall 25, bekommt selbiges zugeschickt, liest und diskutiert online, in diesem Fall mit mir. Und natürlich mit den anderen Lesern. Man tauscht sich aus, fragt, kritisiert und lässt seinen Gedanken (und auch seiner Meinung) freien Lauf.

Das nutzt im besten Fall allen. Dem Leser, weil er sich kostenlos in etwas stürzen darf, was hoffentlich ein Vergnügen ist, nämlich die interessiere Lektüre und die anregende Diskussion (a.k.a. Der Traum aller Geeks). Schließlich mehrt es Freude in der Regel wenn man sie gemeinsam erleben kann. Und auch Leid ist ja angeblich nur halb so wild, wenn man es teilt, insofern kann man kaum verlieren, egal ob man ein Buch nun mag oder doch eher nicht.

Auch der Autor hat gleich doppelt was davon – eigentlich sogar dreifach. Erstens, weil er ungefiltert erfahren kann, was gut funktioniert an seiner Geschichte und was vielleicht verbesserungswürdig ist. Zweitens, weil jede Rezension hilft nachfolgenden Lesern einen Eindruck zu vermitteln und im Optimalfall gute Werbung ist. Und drittens, weil man sich als Autor ganz direkt mit denen austauschen kann, für die man sich überhaupt erst hinsetzt und in die Tasten haut. Eine gute Sache.

Ängste und Hoffnungen

Aber auch eine, die nicht ganz ohne Kehrseite ist; man sich vielleicht vorstellen, dass das alles für einen Erstlingsautor ganz schön angsteinflössend ist. Ich jedenfalls bibbere und zittere und brüte seit drei Tagen, was für einen Willkommenstext ich schreiben will, wie ich damit umgehen werde, dass ich das allererste Mal mit der Meinung von Fremden konfrontiert werde und ob die Leute wirklich Spaß haben werden an meinem Buch und dem Gespräch darüber. Ich bin nicht aus Zucker, aber kein Schreiber ist immun gegen Kritik und selbstverständlich sorge ich mich, dass man meinen Roman eher so mau findet – oder gar dafür plädiert, er hätte nie geschrieben werden sollen. Was okay ist, aber natürlich trotzdem weh tun würde (a.k.a. „Wenn Lesen mir auf einmal Angst macht“).

Aber wenn ich ehrlich bin, ist meine größte Sorge, dass schlichtweg keiner mitmachen will. Dass niemand die Leserunde findet oder wenn, dann keinen Bock auf mein Buch hat. Dass wir am Ende wie in meinem evangelischen Religionsleistungskurs mit gerade mal fünf Leuten dasitzen und ich mich zwischendurch frage, ob das eigentlich an mir liegt (okay, in der Oberstufe lag die Gruppengröße wohl eher daran, dass ich auf einem katholischen Gymnasium war und Protestanten entsprechend rar gesät waren).

Mitmachen? Mitmachen!

Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn vielleicht einer von euch Lust hat, an meiner Leserunde teilzunehmen. Oder jemanden kennt, der Lust hätte. Oder jemanden kennt, der jemanden kennt … Also jedenfalls bin ich für jede Hilfe dankbar, sei es Mitmachen, Link teilen, Mundpropaganda oder auch ein Tipp, wie, wo und wann man sich eigentlich als Autor am besten an seiner Leserunde beteiligt.

Der Einfachheit halber hier nochmal der Link:

https://www.lovelybooks.de/autor/Myriam-Klatt/Liebe-geht-immer-1504313405-w/leserunde/1536904427/

Und ansonsten wünsche ich allen ein schönes Wochenende. Ich werde meines mit Sorgen machen, Daumen drücken und brüten verbringen, aber das gehört wohl einfach dazu!

Nachtrag, 5 Minuten später (edited because author is stupid): Wie die liebe Hanka ganz richtig sagt, gibt es tatsächlich schon einige Bewerbungen. Das kommt davon, wenn man seinen Browser zwischendurch nicht aktualisiert und deshalb die ganze Zeit denkt, mehr als drei wollen nicht :D

4 Kommentare

Gib deinen ab →

  1. Als dieser Blogbeitrag erschien, gab es bereits 31 Bewerbungen. Für 25 Bücher. Du kannst diesen Beitrag jetzt also umbenennen in: „Die Qual der Wahl“, „Die Letzten werden die Ersten sein“ oder „Mein Buch ist keine Theologiestunde“.

    PS: Für eine faire Auswahl empfehle ich den guten alten Abzählreim. :)

  2. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Romanveröffentlichung und viel Freude und Erfolg bei der Leserunde. Die lovelybooks Runden sind immer sehr angenehm, weil man geneigte Leser*innen kennenlernen kann. Kritik kommt meist konstruktiv. Eine schöne Erfahrung.

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