Das Buch zum Sonntag: The Art of Asking

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 Amanda Palmer – The Art of Asking

Worum geht es?

Geben, Bitten, Danken, Echt sein. Die Kunst sich für eben diese Dinge nicht zu schämen. Einblicke in Amanda Palmers (Musikerin, Künstlerin, Mensch) Leben, Schaffen, Denken und Fühlen, weniger als Biographie, denn mehr als Sinnbild und Umarmung: Guck mal, es geht uns doch allen so. Du bist nicht allein. Wir alle können uns gegenseitig helfen.

Lebenshilfe ohne Lebenshilfe zu sein. Keine Ratschläge, kein So-Werden-Sie-Glücklich-In-Zehn-Tagen, sondern ein großer Emotionsrausch, nackt, offen ehrlich, voller kluger Einsichten, die die Perspektive auf sich selbst und die Welt verändern können, wenn man sich darauf einzulassen vermag.


 Wie war es?

TOLL: Viele, viele Sätze sind sehr ergreifend. Ebenso viele sind wahnsinnig witzig und unterhaltsam. Und jeder einzelne ist authentisch. Nichts wirkt je aufgesetzt, altklug oder gezwungen. Einiges zu lernen gibt es auch, nicht nur über sich selbst, sondern auch über das crowdfunding.

WENIGER TOLL: Für mich hätte es etwas weniger Kursivdruck sein können. Ansonsten? Nicht viel. Vielleicht dass eine Warnung auf dem Cover fehlt: ‚Achtung, kann Spuren von Großartigkeit enthalten und sie zum Weinen bringen‘


 Was hat’s gebracht?

Ein ganz anderes Verständnis für Straßenkünstler und Manteltaschen voller Münzen zum ins-Körbchen-werfen. Den Wunsch, die Menschen wirklich, wirklich wahrzunehmen. Den Mut es auch zu tun. Hoffnung für alle!


 Und sonst so?

Mehr Hintergrund und Miterleben gibt es natürlich bei Amanda Palmer selbst. Ihr TED-Vortrag, quasi Basis des Buches, ist ebenfalls jede Minute gucken wert:

Schöne, persönliche Gedanken zum Buch haben natürlich auch andere Blogs.


 Fazit (Nicht unbedingt nur zum Buch)

Alle Blumen der Welt von, nun ja, allen Blumen der Welt. Ich weiß nicht, ob ich mir die Zeit für dieses Buch genommen hätte, hätte ich es nicht geschenkt bekommen. Jetzt bin ich sehr dankbar dafür, dass ich es getan habe.

4 Kommentare

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  1. Falls du demnächst in einem englischsprachigen Land in einen Buchladen geweht wirst, schlag mal ein original Exemplar auf, aber Vorsicht: Das Buch schreit! Mit Versalien und Kursivierungen und Fettdruck, gerne auch im Zusammenspiel.
    Wir haben versucht, die Übersetzung dahingehend zu mäßigen, aber allzu weit durften wir nicht weg vom Original – denn die gute Amanda kann ja auch ganz gut Deutsch ;)

    • Das war auch ganz und gar kein Vorwurf an die deutsche Übersetzung! :-) Dachte mir schon, dass es im Original eher noch krasser ist – und am Ende ist das ja auch durchaus Geschmackssache. Mich irritiert Hervorhebung meistens, weil sie mein Lesen dann sehr dominieren, aber ich kenne auch Leute, die total drauf stehen!

      • Das war keine Verteidigung, sondern Zustimmung; auch ich finde formale Heraushebungen nur selten notwendig. Die Möglichkeit, einem geschriebenen Text eine Art akustische Betonung zu verleihen, wird meist von Anfängern im Übermaß benutzt. Mit Erlernen des Handwerks versteht man dann, dass Schriftsprache ohne diese sehr gut auskommen kann.
        Amanda ist ja kein Schreibprofi; vielleicht nutzen die verschwenderischen Formalia insofern auch der Authentizität?

      • Guter Gedanke! Ich habe mich irgendwann auch daran gewöhnt, vielleicht ja wirklich, weil es zur Autorin durchaus passt (im positiven Sinne!)

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