Fürstenschund

Neue deutsche Literatur finde ich komisch, auch wenn ich gar nicht so genau weiß, was denn nun eigentlich darunter fällt und was nicht. So oder so lassen mich die meisten Werke erblühender Schreiberlinge aus dem Heimatland etwas ratlos zurück, Preisträger eingeschlossen. Das mag daran liegen, dass ich meine Nächte nicht ausschließlich im Berghain oder mit Beziehungskrisen verbringe oder aber ganz grundsätzlich an meiner Abneigung für Nabelschau-Romane, ich weiß es nicht.

Fürstenschund

Jüngst habe ich aber was gelesen (ganz modern als E-Book), das ich wirklich unterhaltsam fand: Fürstenschund von Anna Basener. Darin geht es um Blut, um blaues und um rotes, um Rosen und darum, mit Sprache mal etwas anderes zu machen als immer nur dasselbe. Ich habe gelacht, ich habe gelitten und ich habe gelernt: Eine Prinzessin ist eine Prinzessin ist eine Prinzessin. Auch heute noch.

Ich zitiere mal eben den imaginär-virtuellen Buchrücken:

Downton Abbey meets Quentin Tarantino! Anna Baseners belletristisches Debüt schlägt eine popkulturelle Brücke wischen dem Glanz des europäischen Hochadels und der ironischen Erzählweise des amerikanischen Regisseurs. Eine Hommage an Schundromane und Adelsschmonzetten – ein origeneller Parforceritt, der Genregrenzen sprengt.

Gut, zufälligerweise kenne ich die Autorin und zufälligerweise finde ich sie ziemlich grandios, nicht nur schreibend. Nichtsdestotrotz: Der Fürstenschund macht Spaß, auch ohne persönliche Verbindungen zur Schöpferin oder dem Adel. Außerdem gibt es das erquickende Werk noch bis Sonntag ganz umsonst, und zwar hier,  frisch von Platz 11 der entsprechenden Bestsellerliste. Was will man mehr?

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